Die Realschule am Schlehenweg (RaS) ist eine junge Ganztagsrealschule im Aufbau. Als zweizügige kleine Schule möchten wir unsere Schüler*innen zu selbstbestimmten sowie verantwortungsbewussten und nachhaltig handelnden Persönlichkeiten heranbilden.

Dies erreichen wir unter anderem dadurch, dass unsere Schüler*innen im Rahmen des Wahlpflichtkurskonzepts bereits in der Erprobungsstufe nach Interessen und Neigungen Profilkurse wählen können, in denen sie sich in Anfängen mit den drei Dimensionen von Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – auseinandersetzen. Ein Profil, in dem besonders die Auseinandersetzung mit der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit im Vordergrund steht, ist die Schulgartenarbeit.

Die Schüler*innen der Erprobungsstufe sowie des Jahrgangs 9 (ab dem Schuljahr 2022/2023) und des Jahrgangs 10 (ab dem Schuljahr 2023/2024) schärfen ihr Bewusstsein für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise, indem sie unserem Konzept der Schulgartenarbeitentsprechend nicht nur den Schulgarten bewirtschaften, sondern sich auch an ausgewählten Themen forschend mit dem Schulgarten auseinandersetzen.

In der Doppeljahrgangsstufe 7 und 8 erfolgt die Beschäftigung mit dem Themengebiet „Schulgarten“ im Rahmen des Biologieunterrichts, so dass die Schüler*innen sich in allen Jahrgängen mit unterschiedlichen Schwerpunkten an der Schulgartenarbeit beteiligen. Zusätzlich wird in dieser Jahrgangsstufe eine Exkursion mit dem Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit“ durchgeführt.

Am Ende eines jeden Schuljahres präsentieren die Schüler*innen der Schulgemeinschaft im Rahmen unserer geplanten Schulkulturwoche die Ergebnisse ihrer Arbeit bzw. den Stand ihrer Projekte.

Insgesamt werden wir diesen Prozess unserer BNE-Aktivität(en) kontinuierlich auf unserer Homepage unter der Rubrik „BNE-Aktivitäten“ dokumentieren, um der Öffentlichkeit fortwährend unsere Schritte auf dem Weg hin zu einem ökologisch, ökonomisch wie sozial nachhaltigem Handeln transparent zu machen.

Ein Profil, in dem besonders die Auseinandersetzung mit der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit im Vordergrund steht, ist die Schulgartenarbeit.

Nachdem unsere Schüler*innen in den letzten Schuljahren den Schulgarten der RaS aufgebaut und dabei ihr Bewusstsein für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise geschärft haben, soll dieses Bewusstsein nun weiter ausdifferenziert werden. Der Schulgarten wird an die Profilkurse der fünften, sechsten und neunten Jahrgangsstufe angeschlossen und auch das Angebot eines Forscherprofils wird in diesem Zusammenhang fest verankert. Die Schüler*innen bewirtschaften den Schulgarten und legen hierbei im Besonderen einen Schwerpunkt auf den Anbau von Bio-Gemüse sowie die forschende Auseinandersetzung mit ausgewählten den Schulgarten betreffenden Themen .

Durch Projekte und Exkursionen zum Themenbereich des Schulgartens im Rahmen des Biologieunterrichts von Jahrgangsstufe 5 bis 7 sowie im Kontext unserer geplanten Schulkulturwoche zum Ende eines jeden Schuljahres eröffnen wir (nicht nur) unseren Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf den Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen.

Nachdem sich im Rahmen unseres Schwerpunktes „Nachhaltigkeit“ im letzten Jahr unsere fünften Klassen auf eine Klimaexpedition begeben hatten, machten sich nun am Montag, den 22.08.22 unsere Siebtklässler auf die spannende Reise.

„Welche Folgen hat unser menschliches Handeln für das Klima auf der Erde?“- Dieser Frage wurde unter der Leitung von Frau Ehl von Geoscopia mithilfe von beeindruckenden, in 36000 Metern Höhe aufgenommenen Satellitenbildern nachgegangen.

Dabei fiel der Blick aus dem All zuerst auf die Regenwälder des Amazonas, welcher die SchülerInnen hautnah miterleben ließ, wie große Teile des Regenwaldes von Menschen abgebrannt werden, um Sojafelder anzulegen. Archivierte Aufnahmen zeigten eindrucksvoll die erschreckende Fortschreitung der Zerstörung des Regenwaldes, sowie, durch Infrarotbilder belegt, die deutlichen Temperaturveränderungen hin zu einem milderen Klima.

Weitere Beispiele, an denen der Klimawandel wirkungsvoll zu erkennen war, folgten.

So konnten die SchülerInnen zum Beispiel die Austrocknung des Tschadsees, das Schmelzen der Gletscher sowie die zerstörerische Kraft von Hurrikans verfolgen.

Sensibilisiert für die Problematik der Klimaerwärmung, ihre Ursachen und ihre Folgen, entstand unter den SchülerInnen eine rege Diskussion über den Sinn und Zweck von Massentierhaltungen und dem Import von Obst und Gemüse mit dem Konsens, dass jeder seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Indem beispielsweise weniger und bewusster Fleisch gegessen, Obst aus der Region gekauft, Plastikmüll reduziert und Energie nicht verschwendet wird, kann jeder, darin waren sich die SchülerInnen einig, ab sofort mithelfen, dem Klimawandel entgegen zu wirken.

Unser Klima verändert sich - und was nun?

Am Donnerstag, den 07.10.21 haben Schülerinnen und Schüler unserer 5a digital an der Schüler:innen Akademie: „Klimaschutz schafft Zukunft“ teilgenommen, um sich genau über diese Frage mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen auszutauschen.

In diesem Zusammenhang wurden auch interessante, bereits gut funktionierende Projekte wie z.B. ein Unterrichtsvorhaben zum Thema Ernährung vorgestellt, in welchem die im eigenen Schulgarten angepflanzten Kürbisse und Kartoffeln zu einer Kürbissuppe für alle beteiligten Helferinnen und Helfer verarbeitet wurden. Auch wurde von nahegelegenen Bauern angebautes Obst und Gemüse, welches allerdings aufgrund von Deformationen nicht zum Verkauf geeignet war, „gerettet“ und dazu verwendet, ein leckeres Mahl für die ganze Schulgemeinschaft zuzubereiten.

Ein weiteres interessantes Projekt beschäftigte sich mit den Klimaschutzfunktionen des Waldes und mit der Frage, was wir tun können, um unsere Wälder gesund zu erhalten.

Inspiriert von vielen tollen Ideen und überzeugt, dass Klimaschutz uns alle etwas angeht, hat sich unsere Schülervertretung bereits dafür stark gemacht, in Zukunft ein differenzierteres Mülltrennungssystem (gelber Sack) an unserer Schule einzuführen.

Weitere Projekte im Rahmen unserer Profile und unseres Schulgartens werden folgen.

Nicht alles, was alt oder kaputt ist, gehört automatisch auch auf den Müll.

Davon sind die Schülerinnen und Schüler unseres fünften Jahrgangs überzeugt, welche sich im Profil „Aus Alt mach Neu“ unter der Leitung von Frau Wölfl mit der Wiederverwertung von vermeintlich nicht mehr zu gebrauchenden Dingen beschäftigen. 

Mit sehr viel Ideenreichtum stellen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise aus leeren Verpackungen wie Tetrapacks neue schöne Gebrauchsgegenstände, wie z.B. Vasen oder Stiftehalter, her.