Als zweizügige, kleine Ganztagsrealschule möchten wir unsere Schüler*innen zu selbstbestimmten sowie verantwortungsbewussten und nachhaltig handelnden Persönlichkeiten heranbilden. Dies erreichen wir u.a. dadurch, dass unsere Schüler*innen im Rahmen des Wahlpflichtkurskonzeptes bereits in der Erprobungsstufe nach Interessen und Neigungen Profile wählen können, in denen sie sich in Anfängen mit den drei Dimensionen von Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – auseinandersetzen.

Ein Profil, in dem besonders die Auseinandersetzung mit der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit im Vordergrund steht, ist die Schulgartenarbeit.

Nachdem unsere Schüler*innen in den letzten zwei Schuljahren den Schulgarten der RaS aufgebaut und dabei ihr Bewusstsein für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise geschärft haben, soll dieses Bewusstsein nun weiter ausdifferenziert werden. Der Schulgarten wird ab dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 2020/21 an den Wahlpflichtkurs Biologie (WP-Bio) als „Projekt Schulgarten“ angeschlossen. Die Schüler*innen des WP-Bio bewirtschaften dann in den Jahrgangsstufen 7 und 8 den Schulgarten und legen hierbei im Besonderen einen Schwerpunkt auf den Anbau von Bio-Gemüse. Eine Schüler*innenfirma soll zukünftig die ökonomisch nachhaltige Vermarktung des Bio-Gemüses übernehmen.

An die Stelle des Profils Schulgarten in der Erprobungsstufe tritt das Profil Bioforscher, in dem sich unsere Schüler*innen an ausgewählten Themen forschend mit dem Schulgarten auseinandersetzen. Durch Projekte und Exkursionen zum Themenbereich des Schulgartens im Rahmen des Biologieunterrichts von Jahrgangsstufe 5 bis 7 sowie im Kontext unserer geplanten Schulkulturwoche zum Ende eines jeden Schuljahres eröffnen wir (nicht nur) unseren Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf den Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen.

Im Rahmen unseres Schwerpunktes „Nachhaltigkeit“ haben unsere fünften Klassen am Donnerstag, den 02.09.21 an einer Klimaexpedition teilgenommen.

„Welche Folgen hat unser menschliches Handeln für das Klima auf der Erde?“- Dieser Frage wurde unter der Leitung des Diplombiologen Herrn Voigt von Geoscopia nachgegangen.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich zuerst mit dem Lesen von Sattelitenbildern vertraut gemacht und hatten die einmalige Chance, sogar Livebilder unserer Erde zu betrachten, wozu eigens eine Sattelitenantenne auf dem Schulhof installiert wurde.

Neben den geographischen Gegebenheiten konnten die Schülerinnen und Schüler auch interessante Phänomene wie beispielsweise Waldbrände und Sandstürme beobachten. Anschließend wurden die Ursachen der Klimaerwärmung erläutert. Besonders interessant, aber auch erschreckend war es, die sichtbaren Folgen der Klimaerwärmung auf zu kleinen Filmen zusammengeschnittenen Sattelitenbildern zu sehen. So konnten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel die Austrocknung des Tschadsees, das Schmelzen der Gletscher sowie die zerstörerische Kraft von Hurrikans verfolgen. Auch die mit diesen Ereignissen verbundenen Folgen für die Menschen wurden erläutert.

Einen spannenden Abschluss fand die Veranstaltung in der Erstellung eines aktuellen Wetterberichts anhand der Livesattelitenbilder, welcher sich, zur Freude aller, dann auch als zutreffend herausstellte.

Sensibilisiert für die Problematik der Klimaerwärmung, ihre Ursachen und ihre Folgen, wird dieser Themenkomplex in den Fächern Biologie und Erdkunde im Laufe der Erprobungsstufe mit den Schülerinnen und Schülern immer wieder thematisiert und vertieft werden.

Besucher an unserem Projekttag waren Herr Holm Sternbacher, Bezirksbürgermeister und Vorstandsmitglied der Gemeinschaftsstiftung Baumheide-Heepen, und Herr Michael Seibt, ebenfalls im Vorstand der Stiftung. Dank der Förderung der Gemeinschaftsstiftung Baumheide-Heepen konnte der Projekttag mit „Geoscopia“ umgesetzt werden. 

Informationen folgen in Kürze.