Die RaS ist eine junge Ganztagsrealschule im Aufbau. Als zweizügige kleine Schule möchten wir unsere Schüler*innen zu selbstbestimmten sowie verantwortungs-bewussten und nachhaltig handelnden Persönlichkeiten heranbilden.

Dies erreichen wir unter anderem dadurch, dass wir unsere Schüler*innen im Rahmen unseres Wahlpflichtkurskonzepts, unseres Konzepts zum Sozialen Lernen sowie zur Berufswahlorientierung von Anfang an darin fördern und fordern, sich in ihrem Schulleben kontinuierlich mit zwei Dimensionen von Nachhaltigkeit auseinander-zusetzen: Zum einen mit der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit und zum anderen mit der sozialen Dimension, wobei wir dabei stets ihre Neigungen und Interessen zu berücksichtigen suchen. 

Das sich auf diese Weise aufbauende Verständnis für Nachhaltigkeit wird durch Profile, Projekte, Praktika und Profilkurse, die im Weiteren auch die ökonomische Dimension von Nachhaltigkeit in das schulische Lernen der Schüler*innen hineinholen, ausdifferenziert und individuell geschärft. 

Schulgartenarbeit ist ein fester Bestandteil an der RaS. Im Rahmen entsprechender Profile, Projekte und Profilkurse erfahren unsere Schüler*innen über ihre gesamte Schullaufbahn hinweg durch den Schulgarten eine besondere Auseinandersetzung mit der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit.

 

Stand für unsere Schüler*inne in den ersten beiden Schuljahren des Bestehens der RaS noch der grundlegende Aufbau des Schulgartens im Vordergrund, und damit verbunden die Ausbildung eines Bewusstseins für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise, waren und sind unsere Schüler*innen in den kommenden Schuljahren nun damit beschäftigt, den Schulgarten erfolgreich zu bewirtschaften und weiter zu entwickeln. Auf diese Weise differenzieren sie ihr Bewusstsein für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise kontinuierlich aus. 

 

Einen ersten Meilenstein setzte dabei im Schuljahr 2019/2020 der Wiederaufbau des Gewächshauses; einen weiteren Meilenstein bildete die im Schuljahr 2021/2022 installierte Bewässerungsanlage.

Nachdem sich im letzten Schuljahr unsere fünften Klassen auf eine Klimaexpedition begeben hatten, machten sich nun am Montag, den 22.08.22 unsere Siebtklässler auf die spannende Reise.

„Welche Folgen hat unser menschliches Handeln für das Klima auf der Erde?“- Dieser Frage wurde unter der Leitung von Frau Ehl von Geoscopia mithilfe von beeindruckenden, in 36000 Metern Höhe aufgenommenen Satellitenbildern nachgegangen.

Dabei fiel der Blick aus dem All zuerst auf die Regenwälder des Amazonas, welcher die Schüler*innen hautnah miterleben ließ, wie große Teile des Regenwaldes von Menschen abgebrannt werden, um Sojafelder anzulegen. Archivierte Aufnahmen zeigten eindrucksvoll die erschreckende Fortschreitung der Zerstörung des Regenwaldes sowie, durch Infrarotbilder belegt, die deutlichen Temperaturveränderungen hin zu einem milderen Klima.

Weitere Beispiele, an denen der Klimawandel wirkungsvoll zu erkennen war, folgten.

So konnten die Schüler*innen zum Beispiel die Austrocknung des Tschadsees, das Schmelzen der Gletscher sowie die zerstörerische Kraft von Hurrikans verfolgen.

Sensibilisiert für die Problematik der Klimaerwärmung, ihre Ursachen und ihre Folgen, entstand unter den Schüler*innen eine rege Diskussion über den Sinn und Zweck von Massentierhaltungen und dem Import von Obst und Gemüse mit dem Konsens, dass jeder seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Indem beispielsweise weniger und bewusster Fleisch gegessen, Obst aus der Region gekauft, Plastikmüll reduziert und Energie nicht verschwendet wird, kann jeder, darin waren sich die Schüler*innen einig, ab sofort mithelfen, dem Klimawandel entgegen zu wirken.

Unser Klima verändert sich - und was nun?

Am Donnerstag, den 07.10.21 haben Schülerinnen und Schüler unserer 5a digital an der Schüler:innen Akademie: „Klimaschutz schafft Zukunft“ teilgenommen, um sich genau über diese Frage mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen auszutauschen.

In diesem Zusammenhang wurden auch interessante, bereits gut funktionierende Projekte wie z.B. ein Unterrichtsvorhaben zum Thema Ernährung vorgestellt, in welchem die im eigenen Schulgarten angepflanzten Kürbisse und Kartoffeln zu einer Kürbissuppe für alle beteiligten Helferinnen und Helfer verarbeitet wurden. Auch wurde von nahegelegenen Bauern angebautes Obst und Gemüse, welches allerdings aufgrund von Deformationen nicht zum Verkauf geeignet war, „gerettet“ und dazu verwendet, ein leckeres Mahl für die ganze Schulgemeinschaft zuzubereiten.

Ein weiteres interessantes Projekt beschäftigte sich mit den Klimaschutzfunktionen des Waldes und mit der Frage, was wir tun können, um unsere Wälder gesund zu erhalten.

Inspiriert von vielen tollen Ideen und überzeugt, dass Klimaschutz uns alle etwas angeht, hat sich unsere Schülervertretung bereits dafür stark gemacht, in Zukunft ein differenzierteres Mülltrennungssystem an unserer Schule einzuführen.

Weitere Projekte im Rahmen unseres Schulgartens werden folgen.

Nicht alles, was alt oder kaputt ist, gehört automatisch auch auf den Müll.

Davon sind die Schülerinnen und Schüler unseres fünften Jahrgangs überzeugt, welche sich im Profil „Aus Alt mach Neu“ unter der Leitung von Frau Wölfl mit der Wiederverwertung von vermeintlich nicht mehr zu gebrauchenden Dingen beschäftigen. 

Mit sehr viel Ideenreichtum stellen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise aus leeren Verpackungen wie Tetrapacks neue schöne Gebrauchsgegenstände, wie z.B. Vasen oder Stiftehalter, her.